Der ambulante Hospizdienst der Diakoniestiftung begleitet mehr als 100 Menschen pro Jahr – Regelmäßig unterstützt die Volksbank diesen schweren Dienst und hat auch jetzt 1500 Euro gespendet.

Am Tag der Kinderhospizarbeit (10. Februar) weist der ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst der Diakoniestiftung Thüringen darauf hin, dass Sterben auch in unserer Region nicht nur altgewordene lebenssatte Menschen betrifft, sondern immer wieder junge Menschen, gar Kinder begleitet werden müssen.

Sterben, Tod, Trauer – Worte, leicht daher gesagt und schnell aufgeschrieben – umso schwerer zu begreifen und ertragen. Der ambulante Hospiz- und Palliativberatungsdienst der Diakoniestiftung Thüringen ist für diese Themen da, ist seit mehr als 20 Jahren Ansprechpartner und Ratgeber in den Landkreisen Saale-Orla und Saalfeld-Rudolstadt.

Im vergangenen Jahr wurden 122 schwer kranke, sterbende Menschen begleitet. 97 Begleitungen wurden abgeschlossen. Doch nicht nur die verstorbenen Menschen, auch die Angehörigen erfahren Unterstützung vom Hospizdienst. Manchmal gibt es nur eine Begegnung, meistens mehrere Besuche, in seltenen Fällen dauern Begleitungen Jahre. Diesen Dienst leisten Menschen vor allem im Ehrenamt. Zurzeit gehören zum ambulanten Hospizdienst der Diakoniestiftung 120 ehrenamtliche Helferinnen und fünf Mitarbeiterinnen. Neben Leiterin Alice Neumeister sind Anke Schmidt, Anja Hanke, Johanna Steinbock und Christine Josiger tätig.

Sie arbeiten als Koordinatoren, nehmen Anfragen zur Unterstützung entgegen, unternehmen einen Erstbesuch, um die Situation zu Hause, im Pflegeheim oder Krankenhaus einzuschätzen. „Danach entscheiden wir, welche ehrenamtliche Helferin zu der Begleitung passt. Dann wird Kontakt zum schwer kranken Menschen und dessen Zugehörigen aufgenommen und die Begleitung nimmt ihren Lauf“, sagt Alice Neumeister.

Wie vielfältig die Begleitungen sein können, weiß Anja Hanke. Die Pflegefachkraft hat im Seniorenzentrum Emmaus gearbeitet und sich bereits vor einigen Jahren, in einem Kurs zur ehrenamtlichen Begleiterin weitergebildet. Ich wollte schon immer Menschen auf ihrem letzten Lebensweg begleiten. Ich habe mich deshalb zu einer beruflichen Veränderung entschieden und gehöre seit September 2025 zum Team.“
Um als Koordinatorin des ambulanten Hospizdienstes arbeiten zu können, musste sie mehrere Weiterbildungen absolvieren, wie z.B. die Palliativ Care Fachkraft in Leipzig. Durch dieses Wissen und ihren christlichen Glauben ist sie gewappnet für den Dienst: Hände halten, trösten, zuhören, schweigen, beten, Angehörigen beistehen, bei Konflikten in Familien vermitteln.

Die Aufgaben beim ambulanten Hospizdienst sind vielfältig, meist sehr traurig, endgültig und doch macht sie ihre Arbeit sehr gern. Ein Hospizdienst funktioniert nur, durch den wertvollen Einsatz ehrenamtlicher Mitarbeiter. Das weiß die Volksbank Saaletal. Weil sie diese Arbeit schätzt und bewundert, weil viele Mitarbeitende schon Unterstützung vom Hospizdienst erfahren haben und unter den Kunden immer wieder bewegende Schicksale sind, unterstützt die Volksbank den Hospizdienst.

„Seit 2020 haben wir jährlich eine großzügige Spende von der Volksbank Gera Jena Rudolstadt bekommen. Auch jetzt wurde erneut eine Spende in Höhe von 1500 Euro übergeben. Wir können durch diese Spende, eindrückliche Höhepunkte für unsere Ehrenamtlichen schaffen, um ihre Arbeit zu würdigen“, betont Alice Neumeister, die sich beim Besuch in der Bad Lobensteiner Filiale persönlich für diese großartige, beständige Spende bedankt hat.

Wer Unterstützung braucht, kann sich jederzeit an den Hospizdienst wenden.

Kontakt: Ambulanter Hospizdienst Bad Lobenstein/ Saalfeld
Alice Neumeister, Leiterin
Tel.: 036651 – 3989-3989, Mail:

 


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Bildergalerie:

Der ambulante Hospizdienst dankt für eine 1500 Euro-Spende. Fünf Personen zeigen einen Spendenscheck.