Alpenüberquerung erfolgreich beendet! 16 Schüler und vier Lehrkräfte der Freien Montessori Gemeinschaftsschule Bad Lobenstein sind bei der Herausforderertour 2026 an ihre Grenzen gegangen und haben gemeinsam ihr Ziel erreicht, in sieben Tagen vom Tegernsee bis nach Sterzing – durch drei Länder und über die Alpen zu wandern.
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Sieben Tage, 120 Kilometer, mehr als 3300 Höhenmeter und jede Menge Abenteuer – die Herausforderungstour 2026 der Freien Montessori Gemeinschaftsschule Bad Lobenstein wurde als Alpenüberquerung vom Tegernsee nach Sterzing mehrere Monate geplant und konnte jetzt endlich stattfinden: In sieben Tagen vom Tegernsee bis nach Sterzing – durch drei Länder und über die Alpen!
Anders als bei einer klassischen Klassenfahrt wurde die Tour von den Schülerinnen und Schülern zu großen Teilen selbst organisiert. Über mehrere Monate entstanden verschiedene Teams, die sich um Logistik, Übernachtungen, Sicherheit, Programm und weitere organisatorische Aufgaben kümmerten. Trittsicherheitstraining, Kartenkunde, kurze Vorbereitungstouren und Materialkunde wurden in der Schule geübt, viele Elternabende und Teambesprechungen abgehalten, um sämtliche Sicherheitsanforderungen erfüllen und Bedenken ausräumen zu können. Dann ging es los: 120 Kilometer und über 3300 Höhenmeter lagen vor der Gruppe, 16 Schülerinnen und Schüler der zehnten Klasse und vier Pädagogen.
Schon die Anreise machte klar: Diese Tour würde alles andere als langweilig. Wegen heißer Bremsen musste die Bahn ihre Fahrt unterbrechen – Plan B war gefragt. Am Tegernsee angekommen, ging es nach einer kurzen Stärkung direkt auf die erste Etappe.
In den folgenden Tagen erlebte die Gruppe die ganze Palette einer Alpenüberquerung: traumhafte Ausblicke, steile Anstiege, Regen, Nebel, Orientierungspannen, müde Beine und schmerzende Füße. Dazu kamen Begegnungen mit Kühen, Murmeltieren und sogar einem Auerhuhn.
„Natürlich lief nicht immer alles nach Plan. Blasen, Erschöpfung und Wetter machten der Gruppe zu schaffen. Manche mussten Etappen verkürzen oder auf den Schulbus umsteigen. Doch auch dann zeigte sich, worauf es bei einer solchen Herausforderung wirklich ankommt: Teamarbeit. Wer nicht mehr laufen konnte, übernahm andere Aufgaben, organisierte Verpflegung, kümmerte sich um die Unterkunft oder unterstützte die Gruppe auf andere Weise“, sagt Karsten Anders. Der pädagogische Mitarbeiter der Schule ist Prozessbegleiter der Herausforderer-Touren, plant in jedem Jahr eine andere Challenge für die Schüler der Abschlussklassen und hat auch diese Alpenüberquerung angeführt.
Und Humor war ebenfalls ein wichtiger Begleiter. Ob die Frage „Wann sind wir denn da?“, ein nach Fisch riechendes Regencape oder ein Einkaufswagen, der nach sieben Wandertagen zu 90 Prozent aus Zucker bestand – langweilig wurde es nie.
Am letzten Tag wartete schließlich das Ziel: Sterzing und der Zwölferturm. Die letzten Kilometer wurden zur echten Willensprobe. Einige liefen bis zum Schluss, andere wurden vom Schulbus „gerettet“. Als die Wandergruppe schließlich in Sterzing eintraf, warteten die anderen bereits mit Musik, rotem Teppich und großem Jubel. Alle waren da. Alle hatten es geschafft.
Bei einer abschließenden Reflexion ging es um mehr als Kilometer und Höhenmeter: Worauf bin ich stolz? Was war mein schwierigster Moment? Was war mein persönliches Highlight? Und was habe ich über mich selbst gelernt?
„Die Herausforderungstour hat gezeigt, dass eine Alpenüberquerung nicht nur körperliche Ausdauer verlangt. Sie fordert Selbsteinschätzung, Kommunikation, Kompromissfähigkeit, Zeitmanagement und vor allem gegenseitige Unterstützung.
Am Ende bleiben den Schülern nicht nur sieben Tage, 120 Kilometer und 3.300 Höhenmeter, sondern vor allem gemeinsame Erlebnisse, jede Menge Geschichten und die Gewissheit: Gemeinsam kann man mehr schaffen, als man sich manchmal selbst zutraut“, sagt Karsten Anders.
Die Freie Montessori Gemeinschaftsschule Bad Lobenstein in Trägerschaft des Michaelisstiftes Gefell ist bekannt für ein besonders hohes außerschulisches Engagement, viel Praxisarbeit und Entdeckertouren für die Schüler. „Das eröffnet Horizonte, macht Mut und stärkt das Selbstvertrauen. Ich bin unseren pädagogischen Mitarbeitern dankbar, dass sie das Konzept unserer Schule voller Enthusiasmus mittragen und Angebote, wie die Herausforderer-Touren durch Europa, als Gardaseechallenge, den Ostseeradweg entlang oder als Segeltour in Kroatien ermöglichen“, sagt Schulleiterin Anett Richter. Sie hat wie die Eltern, Freunde, die Schüler der evangelischen Schule und Lehrkräfte die Alpenüberquerung im Blog der Gruppe verfolgt.
Mehr zur Herausforderer-Tour 2026 und viele Bilder gibt es hier: www.m-schule.com/

