Mit einem großen Fest wurde der Kindergarten im evangelischen Kinderhaus GOTTESSCHUTZ in Ebersdorf gefeiert. Die Gründung vor 35 Jahren wurde zum Anlass genommen Gottesdienst zu feiern, dem Erzieherinnen-Team, allen Unterstützern und der Stadt Saalburg-Ebersdorf zu danken. Die Kinder und ihre Gäste haben zusammen einen fröhlichen Nachmittag verbracht.
—
Fröhlich, laut und bunt, voller Liebe und Unterstützung beim Wachsen und Werden: So soll eine schöne Kindheit sein. Wie das im Kinderhaus GOTTESSCHUTZ in Ebersdorf gelingt, war beim Fest zum 35-jährigen Bestehen des Kindergartens zu erleben.
Die große Resonanz auf die Einladung wertet Dr. Klaus Scholtissek, Sprecher der Geschäftsführung der Diakoniestiftung Thüringen, als Wertschätzung für die gute Arbeit des Erzieherinnen-Teams. Das zeige, wie eng das Kinderhaus mit Familien und der Stadt Saalburg-Ebersdorf verbunden ist.
Bürgermeister Carsten Hahn, mehrere Stadträte, Grundschulleiterin Kerstin Michel, Eltern, Großeltern sowie zahlreiche ehemalige Mitarbeiterinnen und Kinder, Kollegen aus anderen Einrichtungen der Diakoniestiftung waren gekommen, um mitzufeiern.
Die Gäste erlebten einen festlichen Gottesdienst im vollbesetzten Chorsaal des benachbarten Seniorenzentrums Emmaus. Kindgerecht und fröhlich gestaltet von Ebersdorfs Pastorin Anne Boelter, Ramón Seliger, Rektor und Geschäftsführer der Diakoniestiftung Thüringen, und dem Team von Kinderhaus wurde dieser Auftakt zu einem Erlebnis für Jung und Alt.
Die Mädchen und Jungen brachten die Botschaft des christlichen Trägers selbst auf die Bühne. In einem Spiel über vier Farben, die zunächst lieber unter sich blieben, dann aber entdeckten, wie schön es ist, sich zu mischen, zeigten sie: Erst durch Begegnung wird die Welt bunt und vielfältig. Auch das Bild einer Hand mit fünf Daumen machte deutlich, dass jeder Finger wie jeder Mensch mit seinen besonderen Fähigkeiten und Herausforderungen gebraucht wird. Genau darin liegt eine Stärke des integrativen Kinderhauses: Jedes Kind wird in seiner Einzigartigkeit angenommen und von Erzieherinnen und Therapeuten individuell begleitet.
Seit 1991 gibt es die Kindertagesbetreuung im Haus Gottesschutz. Was zunächst mit einer Gruppe von Kindern mit heilpädagogischem Förderbedarf begann, entwickelte sich 2006 zum integrativen Kindergarten. Die diakonische Einrichtung reagierte immer wieder auf neue Bedürfnisse von Kindern und Familien. Seit 2013 ergänzt die Flexible Familienbegleitung das Angebot, seit 2016 ist das Haus zudem ein Thüringer-Eltern-Kind-Zentrum (ThEKiZ). Frühkindliche Bildung, Förderung und Familienhilfe greifen ineinander. „Wir haben das Wohl der Kinder und ihre bestmögliche Entwicklung im Fokus, unsere hohe Fachlichkeit und das christliche Verständnis, schätzen Familien nicht nur in unserer Stadt, sondern auch in zahlreichen Orten der Region“, sagt Leiterin Diana Reinhardt.
Für ihre engagierte Bildungsarbeit im Sinne des christlichen Auftrags erhielt die langjährige Leiterin das Goldene Kronenkreuz der Diakonie Deutschland.
Bürgermeister Carsten Hahn würdigte das Kinderhaus als Bereicherung für die Stadt und überraschte mit einer Einladung zum gemeinsamen Pizzaessen.
Wie groß das Vertrauen der Familien ist, zeigte die Vorsitzende des Fördervereins, Nicole Vockeroth. Sie bringt ihre Kinder sogar aus Lehesten nach Ebersdorf. „Wir geben jeden Tag unser Liebstes hier in gute Hände und erhalten die Kinder am Nachmittag gesund und mit neuen Erlebnissen zurück“, sagte sie dankbar.
„Wir schauen zurück auf eine bewegte Geschichte, in der wir frühkindliche Entwicklungsschritte, frühkindliche Bildung, Frühförderung und Familienhilfen auf der Höhe der Zeit verbinden“, sagte Dr. Klaus Scholtissek, Sprecher der Diakoniestiftung Thüringen. Ein zeitgemäßer Kindergarten brauche neben einem guten pädagogischen Konzept auch engagierte Eltern, ergänzende Angebote und einen leistungsfähigen Träger. Sein Dank galt der Stadt Saalburg-Ebersdorf für das Vertrauen sowie allen, die die Entwicklung des Kinderhauses möglich machen. Dazu gehören Markus Enders, der als Vertreter des Aufsichtsrates der Diakoniestiftung Thüringen den Kindergarten-Geburtstag mitfeierte und Marlies Köhler, die Geschäftsbereichsleiterin Kinder, Jugend und Familien, prägt die pädagogische und christliche Ausrichtung des Kindergartens entscheidend mit.
Eine Besonderheit ist die unmittelbare Nachbarschaft zum Seniorenzentrum Emmaus. Hier begegnen sich Alt und Jung, und das generationenübergreifende Miteinander gehört ganz selbstverständlich zum Alltag. Auch beim Jubiläumsfest waren ältere Menschen aus der Tagespflege dabei. So wurde aus dem Kindergeburtstag ein Fest für viele Generationen.
Nach dem Gottesdienst wurde das Fest im Kinderhaus fortgesetzt: Bei Kaffee, Kuchen, Bratwurst und Eis gab es reichlich Gelegenheit zu Begegnungen. Revierförster Wolfgang Ladwig brachte den Gästen die heimische Tier- und Pflanzenwelt näher. Ponyreiten, das Bemalen von Freundschaftssteinen, Kreativangeboten und Informationen zur Flexiblen Familienbegleitung sorgten für Abwechslung. Ein rundum lebendiges Fest, das zeigte, was das Kinderhaus Gottesschutz seit 35 Jahren auszeichnet und dass, das Team zuversichtlich in die Zukunft schaut.

